Gesprächsanregungen: Frieden - was ist das? Finden wir Frieden und Verständnis innerhalb unserer Familie? Leben wir im Frieden mit unseren Nachbarn, über den Gartenzaun, von Tür zu Tür? Sind das Miteinander und die Diskussionen im Verein, dem Stadt- oder Gemeinderat immer friedfertig? Bin ich selbst bereit mit mir und Anderen im Frieden zu leben? Frieden fängt im Kleinen an. Friedfertigkeit ist ein hoher Anspruch. Lasst uns im Frieden leben! Nur so können wir glaubhaft fordern, dass die gewählten Vertreter in Land und Bund Entscheidungen treffen, die dem Frieden dienen. Friedfertigkeit statt Kriegstüchtigkeit. Diplomatie statt Auf- und Wettrüsten. Ausgleich der Sicherheitsinteressen statt Selbstgerechtigkeit und Missachtung. Die Friedliche Revolution im Osten 1989/90 geschah ohne Blutvergießen. Zwei gelebte Überzeugungen und Selbstbindungen lagen zu Grunde: "Keine Gewalt" „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden" (Luxemburg) Gleiches gilt für Frieden. Frankreich und Deutschland sind nach dem Zweiten Weltkrieg in wenigen Jahren von Erbfeinden zu Partnern geworden. Einige Schritte im Prozess: • Respekt gerade auch vor der Menschenwürde des Gegners. • Ihn unverfälscht zur Kenntnis nehmen. Ihm zuhören. • Seine Beweggründe, Ängste und Ziele ergründen. Ihn verstehen. • Mit ihm reden. Die eigene Sichtweise, eigene Interessen einbringen. • Kompromisse, Teillösungen, langfristige Lösungen aushandeln. • Langfristig kann Vertrauen wachsen. Michael Harig im Juni 2026